Donnerstag, 03.06.2004
Das Gewicht von Nichts oder :
Du bist wichtig
Sag, wie schwer ist eine Schneeflocke, fragte ein Sperling eine wilde Taube.
Nicht mehr als nichts, war die Antwort.
Dann, meinte der Sperling, muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen:
Ich sass auf dem Ast einer Tanne, nahe dem Stamm, als es zu schneien
anfing. Nicht sehr, nicht wie in einem Sturm. Nein, so wie in einem Traum,
ohne Spur von Heftigkeit. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die
Schneeflocken, die sich auf den Zweigen und den Nadeln meines Zweiges
festsetzten. Ihre Zahl war genau 3 741 952. Als die nächste Schneeflocke
auf den Ast fiel - nicht mehr als nichts, wie du sagst - brach der Ast ab.
Nachdem er dies gesagt hatte, flog der Sperling davon.
Die Taube, die seit Noahs Zeiten als Autorität auf diesem Gebiet gilt, dachte
eine Weile über diese Geschichte nach und sagte schliesslich zu sich selbst :
Vielleicht fehlt nur noch die Stimme eines einzigen Menschen, dass es Friede
wird auf unserer Welt.
Könnte es sein, dass Deine Stimme die entscheidende Schneeflocke ist ?
[via mail; danke Lysander]
Freitag, 07.05.2004
Weise Worte
"Glaube nicht an die Macht von Traditionen,auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden.
Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen.
Glaube nicht an die Weisheiten aus alter Zeit.
Glaube nicht, dass deine eigenen Vorstellungen dir von einem Gott eingegeben wurden.
Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer oder Priester basiert.
Glaube das, was Du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und andere."
-Gautama Buddha-
[per mail]
Freitag, 30.04.2004
Genug WTO!
Donnerstag, 29.04.2004
Ich hasse so was:
Montag, 26.04.2004
Brutalstmögliche Vertreibung
Wagenbewohner aus drei Ländern besetzten Hamburger Hafenstraße. Polizei räumte gewaltsam Blockade
Ein spektakulärer Protest mit etwa 150 Bauwagen und umgebauten Lastern hat am Samstag einen Großeinsatz der Polizei in der Hamburger Hafenstraße ausgelöst. Rund 150 Demonstranten hatten in den frühen Morgenstunden die Hauptverkehrsstraße mit den Bauwagen blockiert. Sie forderten mehr Stellplätze für alternative Wohnprojekte in der gesamten Bundesrepublik. Zu der Aktion waren Wagenbewohner aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Frankreich und den Niederlanden nach Hamburg gekommen.
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Solidarität mit BAMBULE
Die Redaktion im Todestrakt
Zum 50. Geburtstag von Mumia Abu-Jamal. Ein Besuch (Teil II)
Was mir seit dem letzten USA-Aufenthalt aufgefallen sei, will Mumia wissen. Ich erzähle von den größeren Massen von Homeless People, den Bettlern in der Subway, den unzähligen schwarzen Frauen und Männern, die als Straßenverkäufer in jeder Straße Manhattans auf der Jagd sind nach ein paar Krumen vom Kuchen der weißen New Yorkians. »Ja«, sagt Mumia, »ich sehe das Ergebnis hier im Knast, wo die Leute dann landen, wenn sie sich nicht mehr legal über Wasser halten können. Zwei Millionen Gefangene gibt es in den USA. Ende der 60er Jahre waren es 200000, und das kam einem schon viel vor. Aber jetzt sind es zehnmal so viele und täglich werden es mehr, die für Lappalien lange Jahre einfahren. Der schwarze Mittelstand ist nur das Feigenblatt, um zu verbergen, daß die Mehrheit täglich ums nackte Überleben kämpfen muß. Und die Welfare ist begrenzt, fünf Jahre, dann ist Schluß, egal ob eine Frau allein mit ihren Kindern klarkommen muß.«
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teil 1
Särge unerwünscht
Verbotene Irak-Kriegsfotos und Planungen zu US-Sturm auf Falludscha
Während sich am Wochenende die Anzeichen verdichteten, daß US-Präsident George W. Bush noch am Sonntag den Befehl geben könnte, die von US-Besatzungstruppen eingeschlossene irakische Stadt Falludscha erneut zu Lande und aus der Luft anzugreifen, machten in der amerikanischen Öffentlichkeit verbotene Fotos die Runde. Sie stammen aus einer Frachtmaschine der US-Airforce und zeigen den Rücktransport von toten Soldaten in mit dem star sprangled banner drapierten Särgen. Veröffentlicht wurden sie in der vergangenen Woche sowohl auf www.MemoryHole.org als auch auf dem Titelblatt der Zeitung Seattle Times. Ihre Publizierung sorgte für einen raschen Zugriff des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, das eine Entfernung der entsprechenden Bilder aus dem Internet ebenso veranlaßte wie die Kündigung der Fotografin Tami Silicio.
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Solidaritätskonzert
Soli-Konzert für Marco Camenisch und einen kämpferischen 1. Mai
Skunk (EH) - Ska-Punk; Greis (CH) - Hip-Hop; Irie Révoltés (D) - Ragga,
Dancehall, Hip-Hop, Roots; DJ Skaludos (CH) - Ska, Reggae, Punk
Das Konzert wird teilweise live auf Radio Lora übertragen
Infoblock zum Hungerstreik und Prozess gegen Marco Camenisch, Infostände,
Büchertische, Eintritt Fr. 12.--
Mittwoch, 28.4.04, Kanzleiturnhalle, Zürich
Türöffnung 19.00 Uhr, Konzertbeginn: 21.00 Uhr
SmashWEF.ch
Sonntag, 25.04.2004
Die zärtlichste Versuchung seit es...
Gibt es ein Leben nach der Geburt?
Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal 3 Embryos. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker.
Der kleine Zweifler fragt: Glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige: Ja klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns erwartet.
Der kleine Skeptiker: Unsinn, das gibt es doch nicht, wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?
Der kleine Gläubige: Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.
Der kleine Skeptiker: So ein Quatsch! Herumlaufen geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das gar nicht, dass es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur ja jetzt schon viel zu kurz ist.
Der kleine Gläubige: Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.
Der kleine Skeptiker: Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Quälerei. Und dunkel.
Der kleine Gläubige: Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen.
Der kleine Skeptiker: Mutter?! Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?
Der kleine Gläubige: Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein.
Der kleine Skeptiker: Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas gemerkt, also gibt es sie auch nicht.
Der kleine Gläubige: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt. Ich glaube auf jeden Fall, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt.
[per mail - autor unbekannt]
Samstag, 24.04.2004
Der Staatsschutz schlägt zurück
Angekündigter Angriff auf linke Projektwerkstatt Saasen wegen antikapitalistischer Kritik
Die Zahl der politisch motivierten »Staatsschutzdelikte« aus dem linken Spektrum hat in Gießen und Umgebung gegenüber dem Jahr 2002 angeblich um 657 Prozent zugenommen. Das ist der Anfang April vom Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen herausgegebenen Kriminalitätsstatistik zu entnehmen. Ungewöhnlicherweise werden in der Statistik auch gleich die angeblichen Täter genannt: Die Projektwerkstatt in Saasen.
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Leben gegen den Todestrakt
Eine räumliche Annäherung an Mumia Abu-Jamal zu seinem 50. Geburtstag (I)
Eine Fahrt vom New Yorker Stadtteil Brooklyn nach Pennsylvania ist wie eine Reise von der schwarzen Kolonie ins weiße Mutterland. Im Subway Train 2 oder 3, der von Brooklyn unter dem Hudson River hindurch nach Manhattan führt, fällst du auf, wenn du zu den wenigen Weißen unter den vielen Schwarzen gehörst. In Pennsylvania fällst du auf, je weiter du in den Südwesten kommst, wenn du schwarz bist.
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Revolution und Konterrevolution
Zum 30. Jahrestag der Aprilrevolution in Portugal
In den letzten Apriltagen des Jahres 1974 nahmen am westlichen Ende des europäischen Kontinents im kleinen NATO-Staat Portugal Ereignisse ihren Lauf, mit denen in Ost und West niemand gerechnet hatte. Zunächst sah alles ganz harmlos aus: Mit Hilfe eines Militärputsches, so konnte man annehmen, entledigte sich die Bourgeoisie einer drückenden, auch international in Mißkredit geratenen Diktatur, um ihre Herrschaft nunmehr im Rahmen der im kapitalistischen Europa bewährten parlamentarischen Demokratie fortzusetzen. Tatsächlich aber geschah etwas Unglaubliches ? eine Revolution, die diesen Namen auch verdient. In einem bis dahin unbekannten Aufschwung der Volkskräfte, die sich mit den progressiven Soldaten und Offizieren der Streitkräfte verbündeten, wurde aus einer faschistischen Diktatur (seit 1932 unter Antonio de Oliveira Salazar, seit 1968 unter Marcello Caetano) innerhalb von zwei Jahren eine fortschrittliche Demokratie, die sich in ihrer am 2. April 1976 verabschiedeten Verfassung das Ziel setzte, eine sozialistische Gesellschaft zu errichten.
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Britains to the front
US-Truppen drohen mit neuer Angriffswelle auf Falludscha. Verstärkung aus Großbritannien
Den Einwohnern der irakischen Stadt Falludscha droht in den nächsten Tagen eine neue Bombenoffensive der Besatzungstruppen. Die US-Armee forderte am Freitag die in der Stadt versammelten Widerstandskämpfer auf, ihre Waffen abzugeben. Andernfalls würden »andere Optionen erwogen, inklusive Wiederaufnahme der Offensivoperationen«, drohte General Mark Kimmitt in Bagdad. Zuvor hatte bereits US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine »Intensivierung« der Kämpfe angekündigt.
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Gesundheit
Die Kunst der Ärzte liegt darin, den Patienten solange zu amüsieren, bis die Natur ihn heilt.
Voltaire
"Wissen Sie, was Sie brauchen? - Ein Gramm Soma."
Aldous Huxley, Schöne neue Welt




